Kämpfe in Krisenregion Bergkarabach

Bei Gefechten in der Konfliktregion Bergkarabach im Südkaukasus ist mindestens ein aserbaidschanischer Soldat getötet worden. Das bestätigten das Verteidigungsministerium in Baku sowie die Behörden des überwiegend von Armeniern bewohnten abtrünnigen Gebiets heute. Angaben aus Baku über fünf getötete armenische Soldaten dementierte ein Sprecher des armenischen Verteidigungsministeriums in der Hauptstadt Eriwan.

Die von Armenien kontrollierte Region Bergkarabach gehört völkerrechtlich zu Aserbaidschan. Sie hatte sich nach dem Zerfall der Sowjetunion Anfang der 1990er Jahre in einem Krieg abgespalten. Die öl- und gasreiche Ex-Sowjet-Republik Aserbaidschan rüstet seit Jahren auf und hat immer wieder gedroht, sich das abtrünnige Gebiet notfalls mit Gewalt zurückzuholen.

Seit 1994 gilt in der Region eine Waffenruhe. Diese wurde immer wieder gebrochen - auch in den vergangenen Monaten mehrfach. Beide Seiten gaben sich gegenseitig die Schuld für die heftigen Schusswechsel in der Nacht auf heute. Die Behörden in Bergkarabach (Nagorny-Karabach) berichteten von mehr als 140 Angriffen durch aserbaidschanische Soldaten.