Rumänien: Ermittlungen gegen Holzindustrie Schweighofer

Das rumänische Umweltministerium hat nach Kontrollen bei den Niederlassungen des österreichischen Unternehmens Holzindustrie Schweighofer eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingebracht. Es bestehe der Verdacht, das Schweighofer von Zulieferern Holz gekauft habe, das illegal geschlägert wurde, teilte das Umweltministerium in Bukarest mit.

Medienberichte brachten Stein ins Rollen

Die im Mai und Juni durchgeführten Ermittlungen des Ministeriums betrafen mehrere Unternehmen, die in Rumänien im Bereich der Holzverarbeitung tätig sind, gehen aber auf Medienberichte vom Frühjahr zurück, wonach Schweighofer-Mitarbeiter bewusst illegal geschlägertes Holz gekauft haben. Ein mit versteckter Kamera aufgenommener Bericht der US-amerikanischen Umweltschutzorganisation Environmental Investigation Agency (EIA) soll beispielsweise aufgedeckt haben, dass diese Praxis sogar mit Bonuszahlungen an die Lieferanten belohnt wird.

Im Falle von Schweighofer ermittelte das Ministerium in den Werken in Sebes und Radauti sowie an den Firmensitzen der wichtigen Zulieferer. „Die Überprüfung der physischen Lagerbestände ergab den Verdacht (...), dass mehrere Unternehmen Material ohne legale Herkunftsnachweise, aus illegalen Abholzungen, geliefert haben“, hieß es.

Unternehmen: „Keine Unregelmäßigkeiten“

In einer Stellungnahme gegenüber der APA versicherte das Unternehmen, die Überprüfungen des Ministeriums vorbehaltlos unterstützt zu haben und auch weiterhin zu unterstützen. „Wir haben während der fünf Wochen andauernden Untersuchungen, die durch mehr als 40 Inspektoren durchgeführt wurden, keinerlei Hinweise auf Unregelmäßigkeiten oder Fehlverhalten seitens unseres Unternehmens bekommen.“