Saudis schicken schweres Militärgerät in den Jemen

Saudi-Arabien hat zur Unterstützung der jemenitischen Regierungstruppen im Kampf gegen die Huthi-Rebellen Dutzende Panzer, gepanzerte Fahrzeuge und Truppentransporter in das Nachbarland geschickt. Zudem hätten in der Nacht auf gestern im Norden des Jemen Hunderte jemenitische Soldaten, die in Saudi-Arabien ausgebildet worden seien, die Grenze am Übergang von Wadia überquert, sagte ein jemenitischer Militärvertreter laut AFP. Die Verstärkung sei für die Regierungstruppen und die mit ihnen verbündeten Milizen des sogenannten Volkswiderstands bestimmt.

Stammesvertreter sagten, die Truppen würden in Richtung der Provinzen Marib und Schabwa fahren, um die Huthi-Kämpfer aus diesen Regionen zu vertreiben. Die Regierungstruppen hatten eine Wende in dem monatelangen Konflikt erreicht, als sie Ende Juli die südliche Hafenstadt Aden zurückeroberten und am Dienstag auch den Luftwaffenstützpunkt al-Anad einnahmen, die größte Militärbasis des Landes.

Die Wende wurde offenbar durch die massive Verstärkung der Regierungstruppen durch modernes Militärgerät sowie Kampfeinheiten aus Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten ermöglicht. Im Jemen kämpfen die Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi mit Unterstützung einer arabischen Militärkoalition seit Monaten gegen die schiitischen Huthi-Rebellen und mit ihnen verbündeten Armeeeinheiten des früheren Präsidenten Ali Abdullah Saleh.