Kalifornien bekämpft mit Plastikkugeln Trockenheit

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Mit Millionen von schwarzen Plastikkugeln geht Kalifornien nun gegen die anhaltende Trockenheit in dem US-Westküstenstaat vor. Zum Schutz gegen die Wasserverdunstung in einem riesigen Trinkwasserreservoir wurde das Becken nördlich von Los Angeles mit den kleinen, orangengroßen Bällen gefüllt.

Schwarze Plastikkugeln im Wasser

APA/AP/Damian Dovarganes

Der Bürgermeister der Millionenmetropole, Eric Garcetti, half diese Woche mit, die letzten 20.000 „Schattenbälle“ in das Becken zu befördern, wie sein Amt mitteilte. Die Kugeln sollen zudem Vögel und andere Tiere von dem Reservoir fernhalten, Algenwachstum verhindern und das Wasser vor Verunreinigungen, etwa mit Staub, schützen.

Aktion Teil eines Milliardenprojekts

Das Staubecken in Sylmar ist nach Angaben der Behörden nun mit 96 Millionen Bällen gefüllt, die auf der Wasseroberfläche schwimmen. Garcetti zufolge sind „mutige Einfälle“ nötig, um gegen die Auswirkungen der schweren Trockenheit in Kalifornien vorzugehen. Die Aktion ist Teil eines Milliardenprojekts, um die Wasservorräte in der Region zu schützen.

Der Westküstenstaat leidet seit über vier Jahren unter einer schweren Trockenheit. Der Gouverneur hatte 2014 den Dürrenotstand ausgerufen und in diesem Jahr massive Wassereinsparungen angeordnet.