Spanischer Schriftsteller Rafael Chirbes gestorben

Der spanische Schriftsteller Rafael Chirbes ist gestern nach Angaben der Tageszeitung „El Pais“ (Onlineausgabe) im Alter von 66 Jahren überraschend gestorben. Chirbes erlag dem Bericht zufolge in einem spanischen Krankenhaus einem Krebsleiden, das der Zeitung zufolge erst am Montag diagnostiziert wurde.

Obwohl der Gesundheitszustand des Autors wegen verschiedener Leiden prekär gewesen sei, sei sein Tod für die ihm Nahestehenden eine große Überraschung gewesen, so „El Pais“ weiter. Chirbes hatte noch während der letzten Monate Portugal und verschiedene spanische Städte bereist, um seine Bücher zu bewerben.

Der sozialkritische Autor beschäftigte sich in seinen Romanen mit der Entwicklung Spaniens von der Franco-Ära bis zur Gegenwart. Sich selbst bezeichnete er als Pessimisten. Bereits im März 2014 hatte Chirbes nach einem akuten Schwächeanfall eine Lesung in Hannover in Deutschland absagen müssen.