NATO eröffnet militärisches Trainingszentrum in Georgien

Inmitten des Dauerkonflikts mit Russland um zwei abtrünnige Gebiete ist in Georgien gestern ein militärisches Trainingszentrum der NATO eröffnet worden. Es gebe nun „mehr Georgien in der NATO und mehr NATO in Georgien“, sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg an der Seite von Georgiens Regierungschef Irakli Garibaschwili anlässlich der Einweihung.

Die Anlage befindet sich nahe der Hauptstadt Tiflis, dort sollen laut Stoltenberg sowohl georgische als auch NATO-Soldaten trainiert werden. Georgien will Mitglied des westlichen Militärbündnisses werden und strebt auch eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union an.

Dass die NATO das Land, wie von Tiflis erhofft, bei ihrem Gipfeltreffen im kommenden Sommer in Warschau in ihr Programm für Beitrittskandidaten aufnimmt, gilt allerdings als unwahrscheinlich. Ein wesentlicher Hinderungsgrund sind die Grenzstreitigkeiten mit Russland. Stoltenberg sagte, er könne keine „Entscheidungen vorwegnehmen“.