Al-Kaida-Ableger lässt im Jemen Männer auspeitschen

Die radikale Islamistenorganisation Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) hat im Jemen zehn Männer öffentlich auspeitschen lassen.

Der Vorfall ereignete sich nach offiziellen Angaben von gestern in der Küstenstadt Al-Schihr in der Provinz Hadramaut. Die Vorwürfe gegen die zehn Männer lauteten auf Gotteslästerung sowie Konsum von Drogen und Alkohol.

Vor Dutzenden Zusehern

Bei der öffentlichen Auspeitschung gab es Dutzende Augenzeugen. Den Männern wurden zwischen 80 und 100 Peitschenhiebe zugefügt. Der Al-Kaida-Zweig AQAP kontrolliert große Teile des Hadramaut. Im April nahm er auch die Provinzhauptstadt Mukalla ein.

Das öffentliche Auspeitschen von schuldig Gesprochenen erfolgt im Namen des islamischen Schariarechts. Zugleich wollen die Islamisten damit ihren Herrschaftsanspruch demonstrieren.