Plan für Prämie für gerechte Aufteilung von Elternpflichten

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Damit sich Väter künftig stärker an der Kinderbetreuung beteiligen, denkt ÖVP-Familienministerin Sophie Karmasin an eine Prämie: Die Kindergeldreform soll einen „Partnerschaftsbonus“ für eine gleichmäßige Aufteilung in der Höhe von insgesamt 1.000 Euro bringen, kündigte Karmasin gegenüber der APA an. Die Verhandlungen der Regierung über das neue Kindergeld befänden sich auf dem Pfad zur Einigung.

In Sachen Partnerschaftsbonus sei man sich bereits „in den Grundzügen“ einig, betonte Karmasin. Ihrer Vorstellung nach sollen Paare, die sich den Kindergeldbezug in einem Verhältnis von mindestens 60:40 aufteilen, einmal pro Person 500 Euro extra kassieren. Die Kinderbetreuung liegt weiterhin überwiegend bei den Müttern, die man so auch anspornen wolle, früher wieder in das Berufsleben zurückzukehren. Eine gleichmäßige Aufteilung sei aber „zum Wohle aller“, ist die Ministerin überzeugt.

Das zweite verpflichtende Gratiskindergartenjahr, das Karmasin ebenfalls in Aussicht gestellt hatte, kommt aber nun doch nicht - zumindest vorerst: Karmasin hat sich laut eigener Aussage stattdessen mit den Ländern darauf geeinigt, jene Eltern, deren vierjährige Sprösslinge nicht in Betreuung sind, zu verpflichtenden Beratungsgesprächen zu laden. Dieser Weg sei „zielführender“, meinte die Ministerin und meinte zugleich, alle Studien zeigten: je länger die Kinder im Kindergarten, desto besser die Schulleistung.