Fischer in Teheran von Präsident Rouhani empfangen

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Bundespräsident Heinz Fischer ist gestern zu einem dreitägigen Arbeitsbesuch in den Iran gereist. Er wurde heute im Saadabad-Palast in Teheran vom iranischen Präsidenten Hassan Rouhani mit militärischen Ehren empfangen.

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz betonten Fischer und Rouhani die gute und lange Tradition der österreichisch-iranischen Beziehungen. Beide begrüßten auch das Zustandekommen des in Wien ausgehandelten Atomabkommens zwischen dem Iran und den fünf UNO-Vetomächten und Deutschland (5+1-Gruppe).

Heinz Fischer und Hassan Rouhani

APA/Roland Schlager

Damit werde „eine neue Seite im Geschichtsbuch aufgeschlagen“, so Fischer. Rouhani bedankte sich für die österreichische Gastfreundschaft bei den Atomverhandlungen. Das „historische Ergebnis“ werde der ganzen Welt zugutekommen.

Auch Krieg in Syrien Thema

Fischer und Rouhani erörterten auch die Krisen in der Nahost-Region, insbesondere den Konflikt in Syrien und den Kampf gegen den Terrorismus. Der iranische Präsident betonte unter Hinweis auf die vielen Flüchtlinge, dass der Syrien-Konflikt auch Folgen für Europa habe.

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Fischer wurde im Saadabad-Palast von Rouhani mit militärischen Ehren empfangen.

(iptv.ORF.at)

Bei der Lösung des Problems dürfe man sich nicht auf bestimmte Personen konzentrieren, meinte er in Anspielung auf westliche Forderungen nach einem Sturz von Syriens Präsident Baschar al-Assad, der von Teheran unterstützt wird. Der Iran sei bereit, sich an jeden Verhandlungstisch zu setzen, an dem ein positives Ergebnis erzielt werden könne. Man brauche die Mitwirkung aller Seiten, auch die EU müsse mithelfen.

Wirtschaftsmarkt Iran erschließen

Nach dem Gespräch der beiden Staatsoberhäupter unterzeichneten Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) und Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) vier Memoranden mit ihren iranischen Amtskollegen.

Die Absichtserklärungen beziehen sich auf eine künftige Zusammenarbeit im Bereich Umwelt, auf politischen und interreligiösen Dialog sowie auf eine Gemischte Kommission zur Förderung der Wirtschaftsbeziehungen. Die Gemischte Kommission ist ein Forum des Wirtschaftsministeriums, mit dem der Iran als neuer Markt für Österreich erschlossen werden soll.