Schönborn für Anerkennung von Lebenspartnerschaften

Angesichts der Debatte in Italien über einen Gesetzentwurf zur Legalisierung von homo- und heterosexuellen Lebenspartnerschaften hat Kardinal Christoph Schönborn in einem Interview mit der italienischen Jesuiten-Zeitschrift „Civilta Cattolica“ seine Opposition zu Ehen zwischen Homosexuellen ausgedrückt. Er fügte aber hinzu, er habe vollen Respekt für homosexuelle Lebenspartnerschaften.

Man müsse zwar den Beschluss respektieren, eine Lebensgemeinschaft mit einer Person desselben Geschlechts zu gründen. Die Kirche könne jedoch eine homosexuelle Lebenspartnerschaft nicht als Ehe betrachten. „Das ist keine Diskriminierung von Personen. Zu unterscheiden bedeutet nicht zu diskriminieren. Das hindert uns nicht daran, größten Respekt für Paare zu haben, die eine derartige Lebenspartnerschaft eingegangen sind“, sagte der Erzbischof von Wien.

Im italienischen Parlament wird über einen Gesetzesentwurf diskutiert, der homosexuellen Paaren, die eine rechtlich anerkannte Lebenspartnerschaft eingehen, die Rechte und Pflichten eines heterosexuellen Ehepaares einräumt. Homosexuelle Ehen, die im Ausland geschlossen wurden, sollen demnach in Italien automatisch als Lebenspartnerschaften registriert werden. Der Gesetzesentwurf stammt von der Demokratischen Partei (PD) von Regierungschef Matteo Renzi.