Todesstrafe für zwölf IS-Dschihadisten in Ägypten bestätigt

Ein ägyptisches Gericht hat gestern Todesurteile gegen zwölf Mitglieder der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) bestätigt. Den Männern war die Planung von Anschlägen auf Polizisten und Soldaten im Land zur Last gelegt worden. Nach Angaben aus Justizkreisen befinden sich sechs der Verurteilten im Gefängnis, die übrigen sechs auf freiem Fuß.

Die Todesurteile waren bereits Ende August verhängt worden. Sie mussten danach aber dem obersten Mufti als islamischem Rechtsgelehrten vorgelegt werden, der eine beratende Stellungnahme dazu abgab. Erst auf dieser Grundlage bestätigte das Gericht in der nördlichen Provinz Sharkia die Urteile nun endgültig. Die Verurteilten haben die Möglichkeit, weitere Rechtsmittel einzulegen.

Seit dem Sturz des demokratisch gewählten islamistischen Staatschefs Mohamed Mursi nach Massenprotesten gegen seine Politik im Juli 2013 kämpfen die ägyptischen Sicherheitskräfte gegen einen Aufstand von Dschihadisten im Land. Diese haben vor allem bei Angriffen auf der Sinai-Halbinsel schon Hunderte Polizisten und Soldaten getötet. Auch gegen Mursis Anhänger gehen die ägyptischen Behörden mit großer Härte vor.