Ungarn sperrt Luftraum an Grenze zu Serbien

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Ungarn hat den Luftraum entlang der serbischen Grenze in einem 20 Kilometer breiten Korridor bis zu einer Höhe von 1.350 Metern gesperrt. Der internationale Flugreiseverkehr sei nicht betroffen, teilte die Nationale Verkehrsbehörde mit. Die Maßnahme solle es Polizei, Militär und Sanitätern ermöglichen, den Luftraum zu nutzen, um ihren Aufgaben im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise nachzukommen.

Heute treten die umstrittenen verschärften Einwanderungsregeln in Kraft. Unter anderem können als illegal eingestufte Grenzübertritte nach den Neuregelungen mit bis zu drei Jahren Haft geahndet werden. Außerdem können an den Grenzen Soldaten postiert werden. Kritik kommt vor allem aus dem benachbarten Serbien, wo zahlreiche Flüchtlinge aus Griechenland ankommen und über Ungarn weiter in andere Staaten der Europäischen Union gelangen wollen.

Das EU-Mitglied Ungarn baute an der 175 Kilometer langen Grenze zum Nichtmitglied Serbien bereits einen Stacheldrahtzaun, um Flüchtlinge von der Einreise abzuhalten. Heute schloss die ungarische Polizei den Hauptübergang für Flüchtlinge.