Erster Flüchtlingsbus erreicht serbisch-kroatische Grenze

Nach der ungarischen Grenzschließung ist heute Früh ein erster Flüchtlingsbus an der serbisch-kroatischen Grenze eingetroffen. Eine Gruppe von 30 bis 40 Flüchtlingen sei um 4.30 Uhr MESZ in den Busbahnhof der serbischen Grenzstadt Sid eingefahren, berichteten Augenzeugen. Sie waren direkt aus dem südserbischen Presevo angereist.

Die Businsassen, hauptsächliche Syrer und Afghanen, waren die ganze Nacht von der rund 500 Kilometer entfernten mazedonischen Grenze durch Serbien unterwegs gewesen. „Wir haben gehört, dass Ungarn zugemacht hat, also hat uns die Polizei gesagt, dass wir hierher fahren sollen“, sagte einer der Flüchtlinge.

Sie wollen durch Kroatien, Slowenien und Österreich nach Deutschland reisen. Etwa 300 Flüchtlinge steckten unterdessen weiter hinter dem ungarischen Grenzzaun fest.

Der kroatische Innenminister Ranko Ostojic hatte zuvor betont, dass sein Land für den Fall eines starken Zustroms von Flüchtlingen bereits Pläne vorbereitet habe. Er wies zudem darauf hin, dass Kroatien als Nicht-Schengen-Mitglied umfassende Möglichkeiten zur Grenzkontrolle habe. Die Schengen-Außengrenze verläuft zwischen den beiden EU-Mitgliedern Slowenien und Kroatien.