Greenpeace: Ökoenergiewende bis 2050 möglich

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Vor dem UNO-Klimagipfel in Paris im Dezember hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace eine Studie veröffentlicht, wonach der Komplettumstieg auf erneuerbare Energien bis 2050 möglich ist. Der Ausbau von umweltfreundlichen Energietechnologien könnte kostenneutral vonstattengehen und 20 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.

Eine globale Energiewende würde bis 2050 jährlich Investitionen von durchschnittlich rund einer Milliarde Dollar (0,88 Mrd. Euro) nötig machen, errechneten die Experten von Greenpeace und vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Gleichzeitig würden Brennstoffkosten in Höhe von 1,07 Mrd. Dollar wegfallen, sodass sich die Umstellung auf umweltfreundliche Energieträger mehr als rechne.

Fossile Energie jetzt bei 78,3 Prozent

Auch in puncto Arbeitsplätze würde sich der Abschied von Atomenergie, Kohle und Co. laut der Rechnung auszahlen: Während laut Internationaler Energieagentur (IEA) die Zahl der im Energiesektor beschäftigten Menschen bis 2030 leicht von 29 auf 28 Millionen zurückgehen soll, würden im Komplettumstiegsszenario in dem Jahr 48 Millionen Menschen im Energiebereich arbeiten.

Der CO2-Ausstoß könnte durch den Umstieg auf erneuerbare Energie so weit sinken, dass der Temperaturanstieg unter der kritischen Grenze von zwei Grad bliebe. Im Jahr 2013 betrug der Erneuerbare-Energie-Anteil am globalen Energiemix laut Greenpeace 19,1 Prozent. Das sind etwa Biomasse, Windkraft, Wasserkraft und Solarenergie. 78,3 Prozent kamen von fossilen Energieträgern, 2,6 Prozent aus Atomkraftwerken.

Bei der UNO-Klimakonferenz in Paris sollen erstmals die USA, China, Indien und die EU-Staaten ein gemeinsames verpflichtendes Abkommen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen mit fast 200 Ländern unterzeichnen.