RTR präsentiert Erkenntnisse der Medienqualitätsstudie

36 tagesaktuelle Medien hat die Österreichische Akademie der Wissenschaften im Auftrag der Regulierungsbehörde RTR untersucht, um zu einem umfangreichen Qualitätsbefund tagesaktueller Medien in Österreich zu kommen. Bei der Objektivität der Darstellung schneiden alle drei Medien des ORF stark ab, so eine der Erkenntnisse der Studie.

Im Untersuchungsbereich „Förderung der gesellschaftlicher Debatten“, dem Diskursindex, zeige sich als Erkenntnis, dass Onlinemedien stärker gesellschaftliche Debatten fördern als ihre „Offline-Pendants“, so Studienleiter Josef Seethaler bei der Vorstellung der Studienergebnisse heute in Wien.

Was wurde untersucht?

Urhebertransparenz, Quellentransparenz, Vielfalt der Positionen und die Vielfalt der Akteure waren Untersuchungskriterien zur Einschätzung von Medienqualität. Untersucht wurde das Medienangebot in einem Vierwochenfenster nach einem Zufallsmodus, um Repräsentativität für ein Jahr zu erzielen.

In den vier Qualitätsparametern schnitten die Medien aus den Bereichen TV, Radio, Print und Online teilweise sehr unterschiedlich ab. Onlinemedien wie ORF.at wurde gegenüber anderen Medienformen eine hohe Quellentransparenz zuerkannt. Auch bei der Vielfalt genannter Akteure schnitt Online besser ab als Radio und TV. Anders allerdings im Bereich der Urhebertransparenz: Hier monieren die Studienautoren eine zu schwache Nennung der Urheber in Onlinebeiträgen.

„Die Studie hat sich auf öffentlich-rechtliche und kommerzielle Medien konzentriert“, so Seethaler bei der Vorstellung des umfangreichen Bandes „Qualität des Informationsangebots der tagesaktuellen österreichischen Medien“. Nachholen wolle man das bei „Communityplattformen nicht kommerzieller Natur“.

Wrabetz: „Ergebnis als Auftrag“

Für ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz zeigt der Bericht „in eindrucksvoller Weise, dass die ORF-Information in Fernsehen, Radio und Internet das unangefochtene Leitmedium der Österreicherinnen und Österreicher“ sei. Erfreulich sei, dass damit die zentrale Rolle öffentlich-rechtlicher Medien für die Demokratie unterstrichen werde, so Wrabetz, was „zugleich ein Auftrag für die Zukunft“ sei. (heid, ORF.at)