Korruptionsskandal in Brasilien weitet sich aus

Wegen des Verdachts auf Betrug und Geldwäsche hat die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen den Kabinettschef von Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff eingeleitet. Aloizio Mercadante habe im Wahlkampf 2010 nicht deklarierte Spenden von Bauunternehmen angenommen, teilte das oberste Bundesgericht heute mit.

Auch der Senator Aloysio Nunes von der Oppositionspartei PSDB soll seine Kampagne aus schwarzen Kassen finanziert haben. Die neuen Vorwürfe wurden nun mitten in dem schweren Korruptionsskandal um den Ölkonzern Petrobras laut, stehen aber nicht in direktem Zusammenhang damit.

Anstoß waren Aussagen des wegen der Petrobras-Affäre inhaftierten Bauunternehmers Ricardo Pessoa. In dem Skandal um das halbstaatliche Energieunternehmen geht es um Schmiergeldzahlungen bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen. Davon soll auch die Arbeiterpartei von Präsidentin Rousseff profitiert haben. Die Staatschefin bestreitet, von den Zahlungen gewusst zu haben.