131 Tote bei Bombardement von Hochzeitsfeier im Jemen

Die von Saudi-Arabien geführte Koalition hat im Westen des Jemen eine Hochzeitsfeier bombardiert und Dutzende Menschen getötet. Das von den Huthi-Rebellen kontrollierte Gesundheitsministerium meldete 131 Tote. Unter den Opfern nahe der Küstenstadt Mokka seien viele Frauen und Kinder.

Die Angaben ließen sich von unabhängiger Seite nicht überprüfen. Die Koalition äußerte sich zu den Vorwürfen zunächst nicht. Den lokalen Angaben zufolge trafen die Luftangriffe in einem Dorf zwei Hochzeitszelte. Militärische Stellungen habe es in der Nähe nicht gegeben, sagte ein Mitglied des lokalen Rates.

Saudi-Arabien und mehrere arabische Verbündete starteten im März eine Militäroffensive gegen die schiitische Huthi-Miliz im Jemen. Bei den Angriffen wurden wiederholt zivile Ziele getroffen. Im April wurden in Hudaida bei einem Angriff auf eine Molkerei 35 Zivilisten getötet, im Juli bei einem Angriff auf Wohnungen von Angestellten eines Elektrizitätswerks in Mocha 65, im August bei einem Angriff auf eine Getränkefabrik in der Provinz Hadsch 17.