Im Wahlkampf in, im Alltag out

„Auf gut Wienerisch: ...“, sagen Wiener Politiker und Politikerinnen zurzeit gerne in Wahlkampfreden und in Interviews. Nach dem Doppelpunkt wird es emotional, es wird Klartext gesprochen - natürlich im Dialekt. Überhaupt findet sich der Wiener Dialekt im Wahlkampf häufig: Auf Wahlplakaten ist die Rede vom „G’spür“ und von „g’stopften Politikern“, kleine Wienerisch-Wörterbücher werden als Wahlgeschenke verteilt. Der Dialekt soll Nähe, Vertrautheit und Authentizität vermitteln. Ob das bei den Wählerinnen und Wählern ankommt, ist fraglich - denn der Wiener Dialekt verschwindet mehr und mehr aus dem Alltag der Stadt.

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