Korruptionsaffäre in Rumänien erreicht Novomatic

Mitten in der Bieterschlacht um die Casinos Austria muss sich der niederösterreichische Glücksspielkonzern Novomatic in Rumänien mit Korruptionsermittlungen herumschlagen. Die Antikorruptionsagentur des Landes interessiert sich für einen Deal, den Novomatic mit der rumänischen Lotterie abgeschlossen hat. Das berichtet der „Standard“ unter Berufung auf rumänische Medienberichte.

Den Angaben zufolge gehe es um die Lieferung und den Betrieb von 10.000 Glücksspielautomaten, den die Staatsanwaltschaft als nachteilig für den Staatsbetrieb erachte. Es würden Hinweise auf Korruption untersucht.

Der Vertrag mit Novomatic sehe vor, dass sich die nationale Lotterie und Novomatic die Einnahmen aus dem Automatengeschäft teilen, den Rumänen aber unabhängig vom Spielerlös 75 Millionen Euro im Jahr garantiert werden. Allerdings seien bisher nur 14 Mio. Euro geflossen, da die vertraglichen Bedingungen aus der Sicht von Novomatic nicht eingehalten worden seien.

Novomatic weist Vorwürfe zurück

Die Voraussetzungen „sind bislang nicht erfüllt“, bestätigte der niederösterreichische Konzern am Wochenende in einer Aussendung. „Eine dieser Voraussetzungen ist, dass 10.000 Video Lottery Terminals in Betrieb genommen werden. Bislang konnte die Rumänische Lotterie nur Standorte für etwa die Hälfte der Terminals zur Verfügung stellen.“

Betont wurde von Novomatic zudem, dass der zwischen der staatlichen Lotterie in Rumänien und einer lokalen Tochtergesellschaft der Novomatic-Gruppe geschlossene Joint-Venture-Vertrag für beide Vertragspartner „klare Rechte und Pflichten“ normiert und von „den zuständigen staatlichen Gremien im Detail geprüft und genehmigt“ wurde.