Themenüberblick

Auch australische Forscher schlagen Alarm

Die Klimaerwärmung und das Phänomen „El Nino“ greifen weltweit die Korallenriffe an. Die Korallen bleichen aus und sterben dann nach und nach ab. US-Forscher melden nun alarmiert die dritte weltweite Korallenbleiche - und das Schlimmste scheint noch nicht vorbei.

In den Meeren der Welt breitet sich nach Angaben der US-Umweltbehörde NOAA derzeit eine verheerende Korallenbleiche immer weiter aus. Bis zum Ende des Jahres könnten mehr als ein Drittel der Korallen der Welt davon betroffen sein, wie die NOAA am Freitag mitteilte.

Seit über einem Jahr anhaltendes Phänomen

Mehr als 12.000 Quadratkilometer Korallenriffe könnten der NOAA zufolge absterben. Bei der Korallenbleiche greifen die weltweite Klimaerwärmung und in diesem Jahr auch das Phänomen „El Nino“ die Riffe an, sodass die Korallen ihre Farbe verlieren und nach und nach absterben. Es handelt sich um das dritte weltweite Phänomen dieser Art seit Beginn der Beobachtungen der NOAA. Die vorherigen fanden 1998 und 2010 statt.

Besonders schlimm sei es derzeit im Gebiet um Hawaii, teilten die NOAA-Forscher mit. Auch in der Karibik breite sich die Korallenbleiche derzeit aus. Im Süden Floridas habe das Phänomen dagegen seinen Höhepunkt wohl schon überschritten.

Begonnen hatte die Korallenbleiche im Sommer 2014 im Pazifik. „Uns besorgt besonders, dass das Phänomen jetzt schon seit mehr als einem Jahr anhält und unseren ersten Vorhersagen zufolge auch noch bis weit ins Jahr 2016 hinein andauern wird“, sagte NOAA-Forscher Mark Eakin.

Auch Great Barrier Reef bedroht

Bedroht ist australischen Wissenschaftlern zufolge auch das Great Barrier Reef. 2010 sei dieses dank für das Riff günstigen Wetterbedingungen noch verschont geblieben, wie „The Economic Times“ Ove Hoeg-Guldberg von der University of Queensland zitierte. Laut einer aktuellen Studie der australischen Universität ist nun aber die Hälfte des Great Barrier Reef von einer Bleichung bedroht.

Trennung von Algen

Bei der Korallenbleiche trennen sich die Korallen von ihren Algen, mit denen sie sonst in Symbiose leben. Die Algen produzieren normalerweise Zucker für die Korallen. Wenn die Wassertemperatur aber zu hoch wird, werden die Algen giftig. Ohne die Algen leben die Korallen zwar noch, aber sie werden anfällig und sterben nach einer Weile ab. Algen sorgen auch für die leuchtenden Korallenfarben, ohne diese sind Korallen blass.

Links: