Bericht: China steigt in AKW-Projekt Hinkley Point ein

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Zwei chinesische Konzerne werden einem Zeitungsbericht zufolge mit einem Milliardenbetrag in das Atomprojekt Hinkley Point in Südwestengland einsteigen. Vorgesehen ist ein Anteil von 33,5 Prozent, wie die französische Wirtschaftszeitung „Les Echos“ gestern auf ihrer Website ohne Angabe von Quellen berichtete. Bei den Investoren handelt es sich demnach um die Staatskonzerne CGN und CNNC.

Das Kraftwerk wird von Electricite de France (EdF) gebaut und soll umgerechnet knapp 22 Milliarden Euro (16 Mrd. Pfund) kosten. EdF lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht zunächst ab. Das Unternehmen hatte sich gestern zuversichtlich geäußert, in den kommenden Tagen mit chinesischen Investoren zu einem Abschluss zu kommen.

Österreich reichte Klage ein

Erst vor wenigen Tagen hatte Österreich gegen die Subventionierung des britischen AKW-Projektes beim Europäischen Gerichtshof Klage eingereicht. Der Bau von Hinkley Point wurde bereits im Oktober 2013 angekündigt. Finanzielle Schwierigkeiten beim französischen Atomkonzern Areva und Probleme mit zwei ähnlichen Reaktoren haben aber zu Verzögerungen geführt.