Staatsanwaltschaft prüft KZ-Äußerung von PEGIDA-Redner

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Nach der Kundgebung der fremden- und islamfeindlichen PEGIDA-Bewegung prüft die Staatsanwaltschaft wegen einer KZ-Äußerung rechtliche Schritte gegen einen der Redner.

Gegen den Autor Akif Pirincci sei nach dem Satz „aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb“ Strafanzeige wegen Volksverhetzung eingegangen, sagte Oberstaatsanwalt Lorenz Haase. Wann mit der Entscheidung über ein mögliches Strafverfahren zu rechnen sei, könne er noch nicht sagen.

PEGIDA-Chef entschuldigt sich

PEGIDA-Chef Lutz Bachmann entschuldigte sich für Pirinccis Auftritt. Auf Facebook schrieb er von einem „gravierenden Fehler“. Pirincci habe eine nicht abgesprochene Rede gehalten. „Ich hätte in diesem Moment die einzig richtige Entscheidung treffen müssen und sofort das Mikro abschalten“, so Bachmann.

Massendemos für und gegen PEGIDA in Dresden

Zu ihrem Jahrestag hatte PEGIDA gestern Zehntausende Menschen auf die Straßen von Dresden gebracht. Stellenweise standen die beiden Konfliktparteien einander in Hör- und Sichtweite gegenüber. Die angespannte Situation entlud sich am Abend in Rangeleien und Böllerwürfen, ein Mann wurde schwer verletzt.

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