Ukrainisches Militär verkündet Abschluss von Artillerieabzug

Im Kriegsgebiet Ostukraine hat das Militär nach eigenen Angaben wie vereinbart alle Geschütze bis zu einem Kaliber von 100 Millimetern von der Frontlinie abgezogen. Das teilte die Armeeführung in Kiew gestern mit. Die prorussischen Separatisten in der Unruheregion hatten ihren Abzug am Mittwoch für beendet erklärt.

Allerdings stellen Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) immer wieder Verstöße beider Seiten fest. Mit dem Abzug von Kriegsgerät mindestens 15 Kilometer hinter die Front und der seit September weitgehend stabilen Feuerpause sollen die Voraussetzung für eine Beilegung des Konflikts geschaffen werden.

Tote bei Explosion in Munitionslager

Durch Explosionen in einem Munitionslager ukrainischer Regierungstruppen sind indes gestern zwei Menschen getötet worden. Zur Zahl der Verletzten nach dem Unglück in der Kleinstadt Swatowe im Gebiet Lugansk machten ukrainische Behörden unterschiedliche Angaben - sie reichten von acht bis 54 Menschen.

Der ukrainische Verteidigungsminister Stepan Poltorak sprach von einem Anschlag: Prorussische Separatisten wollten die Lage destabilisieren. Ersten Angaben zufolge war der Brand in dem Munitionsdepot durch Schüsse mit Signalmunition ausgelöst worden. Die Separatisten erklärten dagegen, die Ukrainer hätten den Brand durch Fahrlässigkeit selbst ausgelöst.