US-Republikaner Carson: Archäologen irren bei Pyramiden

Die ägyptischen Pyramiden seien von der biblischen Gestalt Joseph als Getreidespeicher errichtet worden und nicht, wie Archäologen meinen, als Pharaonengräber.

Diese Aussagen machte der republikanische US-Präsidentschaftskandidat und pensionierte Neurochirurg Ben Carson im Jahr 1998 an der Andrews University, wie aus einem gestern auf der Website Buzzfeed veröffentlichten Video hervorgeht.

Uni wird von Sieben-Tage-Adventisten betrieben

Carson (64), der derzeit neben Donald Trump als aussichtsreichster Präsidentschaftskandidat der Republikaner gilt, äußerte sich während einer Diplomverleihungszeremonie an der Universität im US-Staat Michigan, die von der als fundamentalistisch geltenden Kirche der Sieben-Tage-Adventisten betrieben wird.

Der afroamerikanische Mediziner sagte damals: „Meine persönliche Theorie ist, dass Joseph die Pyramiden errichtet hat, um Getreide zu speichern.“ Die Bauwerke seien einfach zu groß, um als Pharaonengräber zu dienen, wie das die Archäologen glaubten.

Außerirdische nicht an Bau beteiligt

Laut dem Alten Testament war Joseph einer der zwölf Söhne Jakobs. Er wurde von seinen Brüdern als Sklave nach Ägypten verkauft, wo er zum Berater des Pharao aufstieg und auch Getreidevorräte anlegen ließ. Carson meinte, seine These werde auch dadurch unterstützt, dass es im Inneren der Pyramiden hermetisch versiegelte Räume gebe.

Dass Außerirdische am Pyramidenbau beteiligt gewesen sein könnten, schloss Carson hingegen aus: „Man braucht keine Aliens, wenn Gott mit dir ist“, meinte er.