Israel: Furcht vor Krokodilen im Jordantal

Nach dem Fund eines kleinen Krokodils auf freiem Feld im Jordantal ist im Westjordanland die Diskussion über eine bankrotte Schaufarm für Krokodile neu entbrannt.

Wie israelische Medien heute berichteten, entdeckte am Vortag nahe der jüdischen Siedlung Jafit ein Landarbeiter das Tier, das dann von einem Feldhüter der Nationalparkverwaltung eingefangen wurde.

Tier vermutlich aus Krokodilfarm entkommen

Die palästinensische Bevölkerung und die israelischen Siedler reagierten gleichermaßen besorgt auf den Fund, weil es nicht das erste Mal war, dass in der Gegend kürzlich Krokodile gesichtet wurden. Verantwortlich gemacht wird eine Krokodilfarm in der nahe dem Fundort liegenden Agrargenossenschaft Fatsael, in der Hunderte Tiere ein ungewisses Dasein fristen.

Weil aufgrund der angespannten Lage im israelisch besetzten Westjordanland die Touristenzahlen sanken, ging die Farm pleite. Der Betreiber wollte die Tier schlachten, um das Leder zu verkaufen, eine Erlaubnis wurde aus Gründen des Tierschutzes abgelehnt.

Umzug nach Zypern bisher nicht gelungen

Der Farminhaber versucht seit geraumer Zeit, mit seinen etwa tausend Krokodilen nach Zypern umzuziehen, um sie dort als Touristenattraktion anzubieten. Doch am dort vorgesehenen Standort regt sich ebenfalls starker Widerstand der benachbarten Gemeinden. Im Oktober wurde das Projekt sogar zum Thema im Umweltausschuss des zypriotischen Parlaments.