Elf Tote bei Angriff auf Wohngebiebte im Jemen

Bei einem Angriff auf Wohngebiete in der jemenitischen Stadt Taes sind in der Nacht auf heute mindestens elf Zivilisten getötet worden. Weitere 22 Menschen seien durch den „wahllosen Beschuss von Wohngebieten“ im Zentrum der Stadt verletzt worden, sagte ein Militärvertreter.

Er machte die schiitischen Huthi-Rebellen und die mit ihnen verbündeten Anhänger des früheren Präsidenten Ali Abdallah Saleh für den Angriff in der drittgrößten Stadt des Landes verantwortlich. Mediziner bestätigten die Zahl der Toten. Unter ihnen sei eine Frau.

Heftige Kämpfe in der Nacht

In den Randbezirken der Stadt im Südosten des Landes war es in der Nacht laut Militärangaben zu heftigen Kämpfen zwischen Rebellen und regierungstreuen Soldaten gekommen. Die von den Regierungstruppen kontrollierte Stadt Taes ist seit Monaten von den Rebellen umstellt.

Im Jemen kämpfen seit September 2014 die Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi gegen die Huthi-Rebellen und deren Saleh-treue Verbündete. Seit März fliegt eine von Saudi-Arabien angeführte arabische Militärkoalition Luftangriffe auf die Rebellen. Im Juli konnten die Regierungstruppen mit dieser Unterstützung die zweitgrößte jemenitische Stadt Aden im Süden des Landes zurückerobern. Die Hauptstadt Sanaa wird weiter von den Rebellen kontrolliert.

Nach UNO-Angaben wurden in dem Konflikt seit März mehr als 5.000 Menschen getötet, mehr als die Hälfte davon Zivilisten. Rund 25.000 Menschen wurden verletzt.