Kämpfe in Ukraine flammen wieder auf

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Im Osten der Ukraine kommt es wieder verstärkt zu Gefechten zwischen Regierungstruppen und prorussischen Rebellen. Beide Seiten machten einander heute für die aufgeflammten Kämpfe verantwortlich. „Die Separatisten haben unsere Stellungen direkt angegriffen“, sagte ein ukrainischer Militärsprecher. „Das ist eine Eskalation des Konflikts.“

Waffenstillstand hielt mehrere Wochen

Ein ukrainischer Soldat sei bei einem Angriff auf ein Dorf an der Front rund 70 Kilometer von der von Rebellen kontrollierten Stadt Donezk getötet worden. Die Separatisten wiederum berichteten von Angriffen der Regierungsseite rund um den Flughafen der Stadt. Zuvor hatten die Waffen seit Mitte September weitgehend geschwiegen.

Erst am Freitag hatte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier deshalb von Fortschritten der Friedensbemühungen gesprochen. Der Abzug leichter Waffen war in den vergangenen Wochen vorangetrieben worden, so dass nun der Rückzug schwerer Waffen angegangen werden soll.

Doch die Separatisten warfen der ukrainischen Armee vor, 22 Haubitzen an die Front zurückgebracht zu haben. Der ukrainische Militärsprecher sagte dagegen, Regierungstruppen hätten alle Waffen gemäß der Waffenstillstandsvereinbarung abgezogen. Seit April 2014 sind bei den Kämpfen mehr als 8.000 Menschen getötet worden.