Rumänien verstärkt Grenzkontrollen zu Ungarn

Eine Woche nach den Terroranschlägen in Frankreich hat Rumänien die Kontrollen an der ungarischen Grenze verstärkt. Das teilte die rumänische Grenzpolizei im westrumänischen Arad heute mit.

Ziel sei es zu verhindern, dass „Personen aus Konfliktgebieten“ die Grenze passieren, deren Aktivitäten „eine Gefahr für die innere und äußere Sicherheit“ darstellen könnten.

Lange Schlangen an Grenzübergängen

Die vorübergehend geplanten Kontrollen würden sowohl die aus Ungarn Einreisenden als auch die Ausreisenden betreffen, hieß es. Heute bildeten sich am wichtigsten Autogrenzübergang Nadlac lange Schlangen, berichtete die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax.

Erst vor wenigen Tagen hatte die ungarische Polizei zwei britische Islamisten festgenommen, die per Eisenbahn nach Rumänien reisen wollten. Einer von ihnen war der Hassprediger Abu Izzaden. Beide hatten in Großbritannien Haftstrafen wegen Unterstützung des Terrorismus verbüßt und waren unter der Auflage entlassen worden, das Land nicht zu verlassen.