US-Regierung: Reisewarnung für alle Weltregionen

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Die US-Regierung hat eine Reisewarnung für alle Weltregionen herausgegeben. Angesichts einer verstärkten „terroristischen Bedrohung“ ergehe eine allgemeine Reisewarnung an alle Landsleute, teilte das US-Außenministerium heute in Washington mit.

Die derzeit vorliegenden Informationen ließen den Schluss zu, dass extremistische Organisationen wie der Islamische Staat (IS), Al-Kaida oder Boko Haram weitere Anschläge „in vielen Regionen“ der Welt planten.

„Wachsam sein“

Das Ministerium verwies dabei auf die jüngsten Anschläge in Frankreich, in der Türkei, in Mali und in Nigeria. „US-Bürger sollten wachsam sein, wenn sie sich an öffentlichen Plätzen aufhalten oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen“, hieß es in der Reisewarnung weiter. Größere Menschenmengen sollten gemieden werden, und besondere Wachsamkeit sei während der Ferienzeit geboten.

Hollande bei Obama

Vor dem Hintergrund der jüngsten Terroranschläge in Paris empfängt US-Präsident Barack Obama morgen Nachmittag in Washington Frankreichs Staatspräsidenten Francois Hollande. Das Treffen der beiden Staatsoberhäupter ist auf etwa 90 Minuten angesetzt. Im Anschluss werden beide eine gemeinsame Pressekonferenz geben.

Hollande lotet in dieser Woche intensiv Möglichkeiten zur Bekämpfung des IS aus. Auf ihr Konto gehen die verheerenden Anschläge in der französischen Hauptstadt.

Morgen wird die deutsche Kanzlerin Angela Merkel in Paris sein. Am Donnerstag reist Hollande nach Moskau zu Präsident Vladimir Putin.

Obama zu zögerlich?

Obama wird für die Rolle der USA im Kampf gegen den IS kritisiert. Ihm wird vorgeworfen, er sei zu zurückhaltend und habe keine wirksame Strategie. Der US-Präsident zweifelt an der Wirksamkeit von noch mehr Luftangriffen. Er ist entschieden gegen den Einsatz amerikanischer Bodentruppen in Syrien.

Russlands Angebot an Frankreich, den IS gemeinsam zu bekämpfen, haben die USA zusätzlich in eine schwierige Rolle gebracht