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Karte zeigt markante Veränderungen

Wo gibt es in Österreich Asylwerber? Wer hat die Quote übererfüllt, und wo wurde die geforderte Quote von 1,5 Prozent Asylwerbern gerechnet auf die Einwohnerzahl nicht erfüllt? Eine Gemeindekarte des ORF zeigt, wie viel sich vom letzten Juni bis zum November getan hat.

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Zehntausende Flüchtlinge kommen momentan auch nach Österreich, viele davon werden auch bleiben. Seit Langem wird eine faire und ausgeglichene Verteilung der Asylwerber in Österreich verlangt. Eine Vergleichskarte zeigt, wie viel sich seit September 2015 in dieser Hinsicht getan hat. Der ORF hat die vorliegenden Daten von 16. bis 23. November bei den zuständigen Stellen der Landesregierungen und des Innenministeriums erhoben.

Nur in 683 Gemeinden wurden im Juni 2015 Unterkünfte für Asylwerber zur Verfügung gestellt. Bis November sind in Österreich die weißen Flecken deutlich weniger geworden. 455 zusätzliche Gemeinden nahmen in den letzten fünf Monaten Asylwerber auf. Damit gibt es aktuell immerhin schon 1.138 Gemeinden (von insgesamt 2.100) in Österreich, in denen mindestens ein Asylwerber untergebracht ist.

Aber immer noch fehlen Tausende Quartiere für Asylwerber. Und vom Durchgriffsrecht, mit dem der Bund seit Anfang Oktober selbst Quartiere in den Gemeinden schaffen kann, wurde bis jetzt erst siebenmal Gebrauch gemacht. Und nur vier dieser Quartiere in Steyregg bei Linz, Leoben, Potzneusiedl und Althofen sind tatsächlich auch schon in Betrieb.

Schwarzlhalle als neuer Hotspot

Hotspot bei der Aufnahme von Asylwerbern ist, wie die aktuelle November-Karte zeigt, nicht mehr Traiskirchen, sondern die Gemeinde Unterpremstätten mit der Schwarzlhalle in der Steiermark. Dort sind bei 5.602 Einwohnern aktuell 1.205 Asylwerber untergebracht, das ist ein Anteil von 21,2 Prozent - der aktuell höchste Wert in Österreich.

Mit Stand Montag, 23. November, gibt es Not- und Transitquartiere für 20.500 Asylwerber. Davon sind 13.000 in Transitunterkünften untergebracht und 7.500 in Sammelstellen, hier vor allem an den Grenzen. Mehr als die Hälfte der Plätze in den Transitunterkünften, nämlich 7.500, sind von Asylwerbern belegt, die eigentlich schon in einer regulären Unterkunft in Grundversorgung sein sollten.

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