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Uhr mit Bezahlfunktion

Eine Vereinbarung zwischen dem Schweizer Uhrenhersteller Swatch und dem Kreditkartenanbieter Visa ermöglicht das Bezahlen mit der Armbanduhr. In der Schweiz, den USA und Brasilien sollten Besitzer des Modells Swatch Bellamy probeweise seit Anfang 2016 bargeldlos bezahlen können.

Die Bezahlfunktion funktioniert über die NFC-Technologie, bei der elektronische Geräte über Hochfrequenzfunkwellen auf kurze Distanz miteinander kommunizieren. Der NFC-Chip befindet sich unter dem Zifferblatt. Das Bezahlen „mit dem Handgelenk“ verlange der Uhr keinerlei Energie ab, weshalb die Batterie die übliche Lebensdauer habe, erklärte Swatch.

Apple als Konkurrent

Die Swatch Bellamy war im Oktober in China vorgestellt worden, wo Swatch eine Kooperation mit dem Verband chinesischer Finanzinstitute, UnionPay, einging, um das kontaktlose Bezahlen in der Volksrepublik anbieten zu können. Swatch hatte im März seine Pläne für Smartwatches verkündet - einen Monat bevor der US-Technologieriese Apple mit dem Verkauf seiner Apple Watch begann. Swatch hatte schon 2004 zusammen mit dem US-Konzern Microsoft einen Vorstoß im Bereich intelligente Uhren gewagt, sich auf dem Markt aber nicht durchsetzen können.

Gewinn brach um ein Fünftel ein

Der starke Schweizer Franken hat indes dem weltgrößten Uhrenhersteller im ersten Halbjahr 2015 einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Der Gewinn brach um fast ein Fünftel auf 548 Millionen Franken (525 Mio. Euro) ein, wie Swatch Anfang Dezember mittelte. Der Umsatz stieg zu konstanten Wechselkursen um 3,6 Prozent auf 4,25 Mrd. Franken.

Wegen der Lancierung neuer Produkte erwartet der Uhrenhersteller, dessen Sortiment von günstigen Plastikuhren bis zu edlen Zeitmessern der Marken Omega und Glashütte reicht, ein starkes zweites Halbjahr. „Die Konsumlust weltweit, Schweizer Uhren zu kaufen, egal, in welchem Segment, entwickelt sich weiterhin sehr dynamisch vor allem auch im Bereich mechanischer Uhren“, hieß es.

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