Moskau weitet Lebensmittelembargo auf Ukraine aus

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Nach dem Abschluss eines Freihandelsabkommens zwischen der EU und der Ukraine dehnt Russland sein gegen die EU verhängtes Lebensmittelembargo mit 1. Jänner auf das Nachbarland aus.

„Diese Maßnahmen werden auch auf die Ukraine ausgeweitet“, weil trotz langer Verhandlungen kein Abkommen erreicht worden sei, das „Russlands Interessen“ schütze, sagte der russische Ministerpräsident Dimitri Medwedew heute.

Reaktion auf EU-Sanktionen

Nachdem die EU wegen Russlands Rolle im Ukraine-Konflikt Sanktionen verhängt hatte, beschloss Moskau seinerseits ein Embargo für Lebensmittel aus den EU-Mitgliedsstaaten.

Russland hatte seit Monaten gedroht, die Maßnahme auf die Ukraine auszudehnen, sollte keine Einigung mit Kiew und Brüssel über die Anwendung des mit der Ukraine unterzeichneten EU-Assoziierungsabkommens erreicht werden. Die nächsten Gespräche auf Ministerebene waren eigentlich schon in Brüssel geplant.

Zu dem im Juni 2014 unterzeichneten Assoziierungsabkommen gehört auch ein Freihandelsabkommen. Moskau erklärte, dass dieses Abkommen zur Überschwemmung des russischen Marktes mit europäischen Waren führen werde und daher zum Schutz des Marktes protektionistische Maßnahmen nötig seien.