Mindestens drei Tote trotz „Neujahrswaffenruhe“ in Ukraine

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Wenige Tage nach Inkrafttreten einer „Neujahrswaffenruhe“ im Osten der Ukraine sind bei Gefechten zwischen Armee und prorussischen Separatisten nach Angaben von Armee und Rebellen mindestens drei Menschen getötet worden.

Binnen 24 Stunden seien ein Soldat getötet und drei weitere verletzt worden, sagte ein Sprecher der ukrainischen Armee in Kiew. Eine ältere Frau sei von Granatsplittern getroffen worden und auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben. Ein Rebellensprecher meldete einen weiteren getöteten Zivilisten.

Waffenruhe seit Mittwoch in Kraft

Zentrum der jüngsten Kämpfe war nach Angaben des Armeesprechers der Ort Saitsewe, der etwa 55 Kilometer nördlich der Rebellenhochburg Donezk liegt. Die Separatisten hätten Maschinengewehre, Granaten und Panzer gegen die Regierungstruppen eingesetzt. Die zwischen Kiew und den Aufständischen vereinbarte Waffenruhe war in der Nacht auf Mittwoch in Kraft getreten, sie erwies sich allerdings als brüchig. Beide Seiten warfen sich gegenseitig Angriffe vor.