Deutsche Bank verkauft Anteile an chinesischer Hua Xia Bank

Die Deutsche Bank trennt sich von ihrer knapp 20-prozentigen Beteiligung an der chinesischen Hua Xia Bank. Der Anteil in Höhe von 19,99 Prozent werde an den chinesischen Versicherer PICC Property and Casualty Company verkauft, teilte das Unternehmen heute in Frankfurt am Main mit.

Abhängig von abschließenden Preisanpassungen und dem Wechselkurs des chinesischen Yuan am Stichtag werde der Verkaufspreis zwischen etwa 3,2 und 3,7 Milliarden Euro liegen.

Der Verkauf werde „einen positiven finanziellen Effekt“ haben, kündigte die Deutsche Bank an. Die harte Kernkapitalquote des Geldhauses werde sich dadurch verbessern. Der Abschluss des geplanten Geschäfts unterliege noch den Genehmigungen durch die zuständigen Aufsichtsbehörden, darunter der chinesischen Bankenaufsicht.

Richtiger Zeitpunkt gekommen

Deutsche-Bank-Vorstandschef John Cryan führte die aktuelle Strategie seines Unternehmens als Grund für die Veräußerung an. Es sei „nun der richtige Zeitpunkt für uns gekommen“, sich von dem Hua-Xia-Anteil zu trennen. Cryan hatte im Oktober seinen Reformplan für die Deutsche Bank präsentiert, zu dem ein Zurückfahren der internationalen Präsenz des Unternehmens gehört.

An Hua Xia ist das Geldinstitut seit 2006 beteiligt. Das Management sei „mit der Entwicklung und dem Ergebnis der Hua Xia Bank“ zufrieden, erklärte Cryan heute. „China bleibt auch künftig ein wesentlicher Wachstumsmarkt für uns“, betonte er.