Bundespräsident: Hofer will nicht FPÖ-Kandidat werden

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Der Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer wird wohl nicht FPÖ-Kandidat bei der Bundespräsidentenwahl im April. Er strebe dieses Amt nicht an, er fühle sich dafür mit 44 Jahren „ehrlich gesagt“ noch zu jung, sagte er gestern in der ZIB2 ab. Ihn zum Antreten zu bewegen wäre eine „sehr schwere Aufgabe“. Er präferiere „zwei Personen“, aber die Entscheidung liege beim Parteivorstand.

Hofer erteilte den Spekulationen über eine mögliche Kandidatur bei der Hofburg-Wahl eine Absage.

Parteichef Heinz-Christian Strache hatte Hofer mehrfach als möglichen - und „exzellenten“ - Präsidentschaftskandidaten der FPÖ genannt. „Ich persönlich strebe dieses Amt nicht an“, betonte dieser aber gestern - und ergänzte auf den Hinweis auf ähnliche Antworten des möglichen ÖVP-Kandidaten Erwin Pröll: „Aber ich bin nicht der Herr Pröll. Wenn ich sage, ich strebe das nicht an, dann ist es auch so.“

Welche „zwei Personen“ er als FPÖ-Kandidaten für geeignet hielte, wollte er nicht verraten. Er könne die Entscheidung des Parteivorstandes nicht vorwegnehmen. Befragt nach Rechnungshofpräsident Josef Moser und Ursula Stenzel meinte er, das wären „zwei Persönlichkeiten, die man sich sehr gut vorstellen kann“.

„Ziegenhirte kein Schimpfwort“

Zur Flüchtlingspolitik zeigte sich Hofer weitgehend um Zurückhaltung bemüht, ließ sich aber nicht zu Kritik an Parteikollegen hinreißen. „Ziegenhirte ist kein Schimpfwort“, sagte er angesprochen auf den Facebook-Eintrag des Abgeordneten Christian Höbart, der sich über die Zuwanderung von „kulturfernen und ungebildeten Höhlenmenschen und Ziegenhirten“ beschwert hatte.

Deshalb sei es richtig, dass Höbart - anders als Susanne Winter - nicht aus der Partei ausgeschlossen wurde. Der „Großvater meiner Frau war einer der letzten Hirten in Österreich und hat das sehr gut gemacht“, so Hofer.