Pakistan: Neun Terroristen zum Tode verurteilt

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Als erste Amtshandlung im neuen Jahr hat der pakistanische Armeechef Raheel Sharif die Todesurteile gegen neun als „Hardcore-Terroristen“ bezeichnete Männer bestätigt. Das teilte die Armee heute mit.

Militärgerichtshöfe hatten die Männer für Angriffe unter anderem auf eine Moschee in Rawalpindi, auf den Geheimdienst, auf Gesetzeshüter sowie für die Entführung und Ermordung von Zivilisten verurteilt. Wann die Todesurteile vollstreckt werden, blieb unklar.

Seit Dezember 2014 333 Menschen gehängt

Erst vor drei Tagen hatte das Militär vier Männer hinrichten lassen. Nach einem Bericht der Zeitung „Dawn“ wurden seit Dezember 2014 333 Menschen gehängt.

Pakistan hatte ein Moratorium auf die Todesstrafe aufgehoben, nachdem am 16. Dezember 2014 pakistanische Taliban in einer von der Armee betriebenen Schule 136 Schulkinder massakriert hatten. Das Land war danach innerhalb weniger Monate nach dem Iran und China an die dritte Stelle der Länder mit den meisten Hinrichtungen gerückt.