IS-Angriff auf libyschen Ölhafen al-Sidr

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) versucht, den libyschen Ölhafen al-Sidr unter Kontrolle zu bringen. IS-Kämpfer hätten sich heute in der Nähe des größten Terminals Gefechte mit Wachmannschaften geliefert, berichteten Augenzeugen und Soldaten.

Bereits im Oktober hatte der IS die Anlage mit einer Autobombe attackiert. Die Häfen in al-Sidr und im benachbarten Ras Lanuf sind seit über einem Jahr wegen der Machtkämpfe in Libyen nach dem Sturz von Machthaber Muammar Gaddafi geschlossen.

Noch keine Ölanlagen in Libyen unter IS-Kontrolle

Der IS kontrolliert die Küstenstadt Sirte und hat seine Präsenz in dem nordafrikanischen Land ausgeweitet. Anders als in Syrien konnte der IS in Libyen aber noch keine Ölanlagen einnehmen.

Von offizieller Seite war zunächst keine Auskunft zu erhalten, wie nahe am Ölverladeterminal sich die Kämpfe in al-Sidr abspielten. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass die IS-Miliz in Libyen zwischen 2.000 und 3.000 Kämpfer hat. Die meisten davon befänden sich in Sirte.