Neue Front im Bürgerkrieg in Jemen

Im Jemen haben die von Saudi-Arabien unterstützten Regierungstruppen eine neue Front im Krieg gegen die schiitischen Huthi-Rebellen eröffnet. Die Einheiten landeten gestern Abend in der Hafenstadt Maidi in unmittelbarer Nähe zur saudi-arabischen Grenze, wie Einwohner berichteten. Der Norden des Landes ist eine Hochburg der Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden.

Sie haben weite Teile des Jemen unter ihre Kontrolle gebracht, darunter auch die Hauptstadt Sanaa. In dem seit neun Monaten anhaltenden Konflikt wurden fast 6.000 Menschen getötet, die Hälfte von ihnen Zivilisten.

Waffenruhe am Wochenende aufgehoben

Die Regierungstruppen hätten versucht, von Maidi weiter vorzustoßen, sagten Anrainer einer Nachrichtenagentur. Allerdings seien sie auf heftigen Widerstand der Rebellen gestoßen. Bewohner von Sanaa berichteten von mehr als 30 Luftangriffen der von Saudi-Arabien geführten sunnitischen Militärallianz auf Huthi-Stellungen. Es sei einer der heftigsten Angriffe seit Beginn des Krieges gewesen.

Saudi-Arabien hatte am Samstag das Ende einer Waffenruhe verkündet, während der die Kämpfe zwar abgeflaut, aber nie ganz zum Erliegen gekommen waren. Der Konflikt ist zugleich ein Stellvertreterkrieg zwischen den rivalisierenden Regionalmächten Iran und Saudi-Arabien.