Hundstorfer für Häupl „guter“ Präsidentschaftskandidat

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Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) hält den derzeitigen Sozialminister Rudolf Hundstorfer für einen „guten Kandidaten“ der Sozialdemokraten im Rennen um die Hofburg. Und zwar „aus guten inhaltlichen und persönlichen Gründen“, wie Häupl heute Mittag im Ö1-„Journal zu Gast“ sagte. Zudem habe der frühere ÖGB-Präsident etwa in der BAWAG-Krise auch bewiesen, dass er „extrem krisenfest“ sei, so Häupl weiter.

Sollte sich Hundstorfer für eine Kandidatur entscheiden, stehe für Häupl eine Unterstützung auch innerhalb der SPÖ außer Frage. Bei der SPÖ „wisse man schon, was wir wollen“. Nun gehe es aber noch um die formale Abwicklung, sagte Häupl - wohl mit Blick auf die Absage des vielfach als ÖVP-Kandidaten gesetzt geglaubten niederösterreichischen Landeshauptmanns Erwin Pröll.

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Hundstorfer selbst hielt sich bisher über eine mögliche Kandidatur bedeckt. Er verwies vielmehr auf die SPÖ-Parteigremien am 15. Jänner, wo die Entscheidung fallen soll. Die Grazer SPÖ-Vorsitzende Martina Schröck würde es indes befürworten, wenn ihre Partei Alexander Van der Bellen bei der Bundespräsidentenwahl unterstützt. Hundstorfer sollte ihrer Meinung nach Sozialminister bleiben, da er das „gut macht“.

Khol für ÖVP „Plan B“ nach Pröll-Absage?

Nach dem Entschluss von Pröll, nicht bei der Bundespräsidentschaftswahl zu kandidieren, läuft in der ÖVP unterdessen die Suche nach einem Ersatzkandidaten.

Als „Plan B“ könnte bereits morgen der ehemalige Nationalratspräsident Andreas Khol präsentiert werden, berichteten gestern übereinstimmend mehrere Medien. Die Überraschung über den Nichtantritt Prölls in der Volkspartei soll groß gewesen sein - manche ÖVP-Granden seien „halbert vom Stuhl gefallen“, hieß es.

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FPÖ-Entscheidung noch „völlig offen“

Für den Dritten Nationalratspräsidenten Norbert Hofer ist die Entscheidung der FPÖ in Sachen Bundespräsidentenwahl unterdessen noch „völlig offen“. Rechnungshof-Präsident Josef Moser, Ursula Stenzel aber auch „andere Personen“ seien im Gespräch. Auch die Unterstützung der unabhängigen Kandidatin Irmgard Griss sei „immer noch möglich“, sagte Hofer am Rande des Tiroler FPÖ-Parteitages in Kufstein.