Hypo-U-Ausschuss startet ins neue Jahr

Heute und morgen startet der parlamentarische Hypo-Untersuchungsausschuss ins neue Jahr. Als Highlight im politischen Sinne in dieser Woche kann man die Befragung von Kärntens freiheitlichem Ex-Landeshauptmann Gerhard Dörfler ansehen. Heute geht es aber einmal mit den Auskunftspersonen RZB-Generaldirektor Walter Rothensteiner und der früheren Hypo-Staatskommissärin Angelika Schlögel zur Sache.

Bei Rothensteiner, der ab dem Vormittag befragt wird, dürfte die Rolle heimischer Großbanken - natürlich in diesem Fall vor allem von Raiffeisen - rund um die Hypo-Verstaatlichung hinterfragt werden. Großbanken wollten ja eine Lösung mit ihnen an Bord nicht mittragen. Die Bankensteuer war späteres Resultat.

Schlögel wiederum war von 2007 bis 2012 „Aufpasserin“ in der Hypo, sah diese Funktion in ihrer ersten Befragung allerdings als überbewertet an. Derzeit ist die Finanzministeriumsbeamtin, deren Befragung am Nachmittag beginnt, auch Staatskommissärin bei der Kommunalkredit-„Bad Bank“ KA Finanz.

Morgen Vormittag ist dann Dörfler, nunmehr FPÖ-Bundesrat, geladen. Er war am Verstaatlichungswochenende der Skandalbank mit in Wien dabei. Danach sprach er von einem Erfolg für Kärnten. Nach Dörfler soll morgen auch noch der Prokurist der staatlichen Bankenholding FIMBAG, Dietmar Spranz, auch Ex-Chef der Münze Österreich, befragt werden.