Taliban unterbrachen Stromversorgung für Kabul

Nach einem Angriff der Taliban auf einen Knotenpunkt im Stromnetz Afghanistans liegen weite Teile der Hauptstadt Kabul im Dunkeln. Die Aufständischen hätten gestern Abend bei Dand-e Shahabuddin in der Provinz Baghlan einen wichtigen Strommast zerstört, sagte der Leiter der Elektrizitätsbehörde Breshna Sherkat, Mirwais Alimi, der dpa heute.

„Diese Leitung bringt Strom aus Usbekistan in die Provinzen Kabul und Parwan“, sagte er. Man habe durch eine kurzfristige Vereinbarung mit Tadschikistan weiteren Strom ankaufen können.

Kämpfe um Stromknotenpunkt

Trotzdem blieben „40 bis 50 Prozent der Hauptstadt“ ohne Strom, bis der Mast repariert werden könne. Es sei nicht vorherzusehen, wann das möglich sei. Die betreffende Gegend sei unter der Kontrolle der Taliban.

Die Sicherheitskräfte hatten Alimi zufolge versprochen, die Taliban schnell zu vertreiben. Nach einem Bericht des Senders Tolo News unter Berufung auf örtliche Beamte hatten Armee und Polizei schon in der Früh eine Offensive gegen die Aufständischen in Baghlan begonnen. Die Kämpfe finden nur wenige Kilometer von dem zerstörten Stromknotenpunkt statt.