Al-Kaida erobert Stadt im Süden des Jemen zurück

Im Süden des Jemen hat die Extremistengruppe Al-Kaida nach Berichten von Anwohnern die Stadt Assan zurückerobert. Zahlreiche Kämpfer seien am frühen Morgen in den 70.000 Einwohner zählenden Ort in der Provinz Schabwa eingedrungen und hätten in den Straßen Kontrollposten errichtet, sagte ein Einwohner der Nachrichtenagentur Reuters heute am Telefon. „Sie sind nicht auf Widerstand gestoßen, es gab keine Gefechte.“

Assan ist ein wichtiges Handelszentrum in der ausgedörrten Bergregion und stand bereits ein Jahr lang unter Kontrolle von Al-Kaida, bevor 2012 eine Allianz mehrerer Stämme und bewaffnete Einwohner die Extremisten wieder vertrieben.

In dem vom Bürgerkrieg zerrissenen Land mischt auch die sunnitische Gruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel mit. Experten im Westen stufen den Al-Kaida-Ableger als den gefährlichsten Teil der gesamten Organisation ein. Die Gruppe bekannte sich auch zu dem Anschlag auf das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ im Jänner vergangenen Jahres.