Israelischer Unternehmer klagt Österreichische Lotterien

Der israelische Unternehmer Tal Silberstein hat die Österreichischen Lotterien, eine Tochter der Casinos-Gruppe, wegen eines geplatzten Projekts mit Video-Lottery-Terminals auf Schadenersatz verklagt. Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ berichtet, fordert er 822.000 Euro plus Zinsen. Das beklagte Unternehmen weist die Forderung zurück.

Das Schadenersatzverfahren wird am Handelsgericht Wien geführt. Die Casinos-Gruppe bestreitet die Forderungen der Höhe und dem Grunde nach. Am 16. Juni wird weiterverhandelt. Silberstein und Casinos- und Lotterien-Chef Karl Stoss werden als Zeugen erwartet.

Mehr als 200 Millionen Euro

Silberstein wollte demnach über seine maltesische Fondsgesellschaft Novia mehr als 200 Millionen Euro in das von den Lotterien betriebene Geschäft mit Video-Lottery-Terminals investieren und führte ab Frühjahr 2014 darüber Gespräche. Die Casinos-Gruppe stieg aber im April 2015 aus den Verhandlungen aus. Silberstein macht nun einen Vertrauensschaden geltend und fordert projektbezogene Aufwendungen für Reisen, Rechts-, Steuer- und sonstige Beratung ein.

Bei der Novia Fund Management Limited mit Sitz in Malta fungiert laut „profil“ Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) als nicht geschäftsführender Direktor. Bis vor Kurzem habe auch Ex-Raiffeisen-Manager Herbert Stepic den Titel eines Non-executive-Direktors der Novia geführt, so das Magazin.