Regisseur Federik Mirdita nach Unfall gestorben

Der Regisseur und Theaterleiter Federik Mirdita ist gestern wenige Wochen nach seinem 85. Geburtstag an den schweren Verletzungen, die er am Vormittag bei einem Verkehrsunfall erlitten hatte, in einem Wiener Spital gestorben. Das teilte seine Ehefrau Brigitte Hofer am Abend der APA mit.

Mirdita wurde am 26. Jänner 1931 in Tirana geboren, wuchs in Graz auf und studierte in Wien Theaterwissenschaft, Psychologie und Kunstgeschichte. Erste praktische Theatererfahrungen sammelte er in den 50er Jahren in Wiener Kellerbühnen, 1955 wurde er Abendspielleiter und Assistent von Herbert von Karajan an der Wiener Staatsoper.

Internationale Karriere

In der Folge arbeitete Mirdita als freier Opern- und Theaterregisseur im gesamten deutschen Sprachraum, war in Braunschweig von 1964 bis 1967 Oberspielleiter und anschließend in Linz Operndirektor. Nach einer internationalen Ausweitung seiner Regiekarriere (mit Inszenierungen u. a. in Amsterdam, Buenos Aires, New York und San Francisco) trat er 1981 das Amt des Intendanten des Salzburger Landestheaters an, das er bis 1986 bekleidete.

Danach arbeitete Mirdita als freier Regisseur. So inszenierte er 1996 als erster österreichischer Regisseur am Moskauer Bolschoi-Theater. Drei Viertel seiner über 180 Regiearbeiten galten der Oper, am häufigsten inszenierte der „hochbegabte Dickschädel“ („Der Spiegel“) Mozarts „La Clemenza di Tito“ (u. a. in Wien, Salzburg, Paris, Neapel und New York). Zudem war Mirdita auch als Regielehrer am Wiener Max-Reinhardt-Seminar tätig.