Hofburg-Wahl: Griss für NEOS „Nummer eins“

NEOS hat gestern Irmgard Griss endgültig in ihre parteiinterne Poleposition für die Bundespräsidentschaftswahl gehievt: Die frühere OGH-Präsidentin sei die „klare Präferenz“ und „Nummer eins“ der Bewegung, erklärte Parteichef Matthias Strolz vor Journalisten am Rande einer Sitzung des erweiterten Vorstands in Innsbruck. Ex-Grünen-Chef Alexander Van der Bellen sei die „Nummer zwei“.

Griss sei ein „klares Signal“ gegen die „verkrusteten Strukturen“ und stehe als unabhängige Kandidatin für einen „Aufbruch“, so Strolz und verwies auf einen entsprechenden Beschluss des 30-köpfigen Gremiums. Als Wahlempfehlung wollte der NEOS-Chef das aber ausdrücklich nicht verstanden wissen, denn: „Wir glauben an den mündigen Menschen.“

Hoffen auf Stichwahl Van der Bellen - Griss

Was Griss gegenüber dem früheren Grünen-Chef aber zum Vorteil gereicht habe, sei deren Unabhängigkeit. Sie sei die „erste unabhängige Präsidentschaftskandidatin“. Van der Bellen sei zwar auch nicht dem „rot-schwarzen Machtkartell“ zuzurechnen, sei aber eben nicht unabhängig. NEOS hoffe jedenfalls auf eine „Stichwahl Griss gegen Van der Bellen“, sagte Strolz.

Dazu werde man „punktuelle Beiträge“ leisten. Die Partei stelle Griss im Wahlkampf NEOS-„Plattformen“ wie Diskussionen zur Verfügung, bei Van der Bellen sei das hingegen aufgrund dessen Unterstützung durch die Grünen nicht notwendig. NEOS-Politiker wie Sepp Schellhorn würden auch dem Proponentenkomitee von Griss angehören. Für sich selber schloss Strolz das allerdings aus.