Erneut nationalistische Ausschreitungen in Skopje

In der mazedonischen Hauptstadt Skopje hat es erneut nationalistische Gewalt rund um ein geplantes christliches Riesenkreuz gegeben. Hunderte slawische orthodoxe Mazedonier versuchten gestern Abend, albanische, muslimische Mazedonier von der Stelle zu vertreiben, wo das 55 Meter hohe Metallkreuz stehen soll.

Die starken Polizeikräfte, die beide Gruppen auseinanderhielten, wurden mit Steinen beworfen. Einige Polizisten seien verletzt worden, berichteten die Medien.

Das Kreuz ist die Antwort auf einen überdimensionierten Doppeladler, der als Nationalsymbol aller Albaner auf dem Balkan in einem Nachbarstadtteil errichtet worden war. Zuletzt war es vor 15 Jahren zu bürgerkriegsähnlichen Unruhen zwischen slawischen und albanischen Mazedoniern gekommen. Die Albaner stellen nach Schätzungen bis zu 30 Prozent der zwei Millionen Einwohner Mazedoniens.