Mindestens 19 Tote bei Regierungsoffensive im Jemen

Bei einer Offensive gegen Al-Kaida-Kämpfer in der südjemenitischen Hafenstadt Aden sind mindestens 19 Menschen getötet worden. Wie heute aus Sicherheitskreisen verlautete, hatten Sicherheitskräfte unterstützt von Luftangriffen der arabischen Militärkoalition gestern eine Offensive gestartet, um das Stadtviertel Mansura von den Islamisten zurückzuerobern. Bei den 19 Todesopfern handelte es sich demnach um 17 Al-Kaida-Kämpfer und zwei Polizisten.

Im Jemen kämpfen die Truppen des sunnitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi gegen schiitische Huthi-Rebellen und deren Verbündete sowie gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Die regierungstreuen Kämpfer werden durch eine von Saudi-Arabien angeführte Militärallianz unterstützt. In dem Konflikt wurden nach UNO-Angaben seit März 2015 mehr als 6.100 Menschen getötet.

Aden ist die provisorische Hauptstadt der sunnitischen Regierung. Zuletzt konnten dort jedoch islamistische Milizen verstärkt Fuß fassen. Auch die Gruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel nutzte den Konflikt zwischen Regierungstruppen und Huthi-Rebellen, um ihre Macht im Süden des Landes auszuweiten. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen haben sich allein in Adens Stadtviertel Mansura rund 300 schwerbewaffnete Al-Kaida-Kämpfer verschanzt.