Mehr Gewalttaten gegen Journalisten in Mexiko

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Die Gewalt gegen Journalisten in Mexiko hat laut einem Bericht der Nichtregierungsorganisation Articulo 19 im vergangenen Jahr erneut zugenommen. 2015 seien in dem lateinamerikanischen Land 397 Aggressionen gegen Medienmitarbeiter registriert worden, 22 Prozent mehr als im Jahr zuvor, hieß es in einem gestern veröffentlichten Bericht der Gruppe.

Es wurden sieben Journalisten im vergangenen Jahr getötet. Zu den Aggressionen gehörten zudem körperliche Angriffe auf Reporter, Anschläge auf Redaktionen und Drohungen.

Mexiko gilt als eines der gefährlichsten Länder für Journalisten. Die Vereinten Nationen und die Organisation Amerikanischer Staaten zeigten sich besorgt über die Situation. Fast die Hälfte der Aggressionen gingen nach Angaben von Articulo 19 von Vertretern des Staates aus. Die meisten Fälle wurden in dem Bundesstaat Veracruz im Osten und in Mexiko-Stadt gezählt, gefolgt von der Unruheprovinz Guerrero im Südwesten des Landes.