Zwei Hinrichtungen in Japan

Japan hat heute zwei verurteilte Mörder hingerichtet. Junko Yoshida und Yasutoshi Kamata seien gehängt worden, teilte das Justizministerium mit. Damit stieg die Zahl der Hinrichtungen seit dem Amtsantritt des konservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe Ende 2012 auf 16.

Laut Medienberichten handelte es sich bei Yoshida um eine 56-jährige ehemalige Krankenschwester, die in den 90er Jahren zwei Männer getötet hatte. Kamata brachte demnach in den 80er und 90er Jahren insgesamt fünf Menschen um. Unter den Opfern des 75-Jährigen sei auch ein neunjähriges Mädchen gewesen.

Neben den USA ist Japan das einzige große Industrieland, das weiterhin die Todesstrafe vollstreckt. Trotz Protesten der EU-Staaten und von Menschenrechtsgruppen unterstützt die große Mehrheit der Japaner die Todesstrafe.