Hofburg-Wahl: Regierung kritisiert Umfragen

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) sehen die Umfragen zur Bundespräsidentenwahl kritisch. Mitterlehner ärgerte sich darüber, „wie mit Meinungsumfragen Politik gemacht wird“. Faymann forderte die Wähler auf, mit Umfragen kritisch umzugehen. Beide halten aber nichts von einem Umfrageverbot, wie sie heute im Pressefoyer nach dem Ministerrat sagten.

Ein solcher Vorstoß würde laut Mitterlehner „die falschen Reaktionen auslösen“. Darüber müsste man - wenn überhaupt - reden, wenn keine Wahl ist. Für sinnvoller hielte er es, wenn die Zeitungen eigene Spielregeln entwickelten. In anderen europäischen Ländern wie etwa Frankreich gibt es vor Wahlen ein Umfrageverbot.

Sowohl Faymann als auch Mitterlehner sind für ihre jeweiligen Kandidaten zuversichtlich. „Die Bevölkerung wird entscheiden“, so Faymann.